Hamburgs Universitäten und Hochschulen sind deutschlandweit beliebt und ziehen zu jedem Semesterstart Studienanfänger/-innen aus der ganzen Republik an. Vor allem zu Beginn der jeweiligen Wintersemester ist der Andrang enorm. Für alle Studienan- fänger/-innen, insbesondere diejenigen, die neu in Hamburg sind, ist es wichtig, soziale Kontakte zu ihren Kommilitonen und Kommilitoninnen und den Dozierenden aufzu- bauen, um erfolgreich in ihr Studium zu starten. Aufgrund des angekündigten hybriden Semesters, von dem vor allem in Studiengängen ohne praktischen Teil ein sehr großer Teil vorwiegend online stattfinden wird, sind diese Möglichkeiten stark beschränkt. Aufgrund der Neuinfektionszahlen ist schon jetzt absehbar, dass – entgegen der Ankündigungen der Wissenschaftssenatorin – viele Angebote, die nicht zwingend in Präsenz angeboten werden müssen, digital stattfinden werden. Austausch und kritische Diskussion, gemeinsames Lernen und gegenseitige Unterstützung werden daher viel zu kurz kommen. Dies wird nicht nur den Erfolg des Studiums beeinflussen, sondern kann auch zu Vereinsamung und psychischen Problemen führen. Diese Einschätzung teilen auch die Hamburger Studierendenvertretungen, die ebenfalls auf die Erarbeitung von neuen Konzepten dringen, um ein wenig Normalität im Unialltag zu schaffen. Der Schulbetrieb funktioniert mit den coronabedingten Sonderregelungen im Allgemeinen sehr gut – warum lassen sich solche Konzepte nicht auch für die Studierenden an Universitäten und Hochschulen realisieren? Immerhin handelt es sich hier um junge Erwachsene, die selbstverständlich Regeln verstehen und folgen können. Hinzu kommt, dass Uni-Arbeitstage individuell häufig weniger Stunden umfassen als Schultage in der Oberstufe.

wintersemester_2020_persoenlich_trotz_hybrid