Noch immer herrscht Corona-Regelchaos an Hamburgs Schulen. Anstatt nach gut vier Wochen Regelbetrieb mit einem konkreten Konzept mit einheitlichen Regeln für Klarheit zu sorgen und transparent über das Vorgehen bei einem Corona-Fall an einer Schule zu informieren, sind unzählige Regeln und Dokumente im Umlauf. Bei der Umsetzung dieser Regeln lässt Schulsenator Rabe die Schulen und Lehrkräfte allein.

Seit März hat es von der Schulbehörde diverse zum Teil sehr umfangreiche Schreiben an die Schulleitungen mit Vorgaben und Hilfestellungen gegeben, deren Unübersicht- lichkeit inzwischen nicht mehr nur für Schulleitungen und Lehrkräfte, sondern auch für Eltern und Schülerinnen und Schüler zu einer großen Herausforderung geworden ist. Es rächt sich nun, dass Hamburg keine Konzepte entwickelt hat und der Hygieneplan nicht strukturiert und versioniert ist.

Obwohl von der CDU-Fraktion bereits vor der Sommerpause auf diverse Hausaufgaben der Schulbehörde, zum Beispiel den fehlenden Plan B und nicht vorhandene Vor- gaben zum digitalen Lernen, hingewiesen wurde, ist eine optimale Vorbereitung ausgeblieben. Andere Bundesländer stehen vor den gleichen Herausforderungen und doch scheinen sie besser vorbereitet und haben zum Beispiel Konzepte in hoher Detailtiefe oder im Bereich der Digitalisierung aufgeholt (NRW hat innerhalb von zwei Wochen die ausgewählte Lernplattform an 500 Schulen ausgerollt). Hamburg muss jetzt dringend nachholen, was bisher versäumt wurde.

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