Seit die Einrichtungen zur geschlossenen Unterbringung in der Feuerbergstraße 2008 und in den Brandenburger Haasenburg-Heimen 2013 geschlossen wurden, hat Hamburg kaum noch Möglichkeiten, straffälligen Jugendlichen die dringend benötigte intensiv-pädagogische Hilfe zukommen zu lassen, die sie brauchen. Die Sozialsenatoren der SPD versprechen zwar seit Jahren die Errichtung einer entsprechenden Einrichtung, geschehen ist seitdem allerdings nichts.

Dazu erklärt Silke Seif, familienpolitische Sprecherin der CDU-Bürgerschaftsfraktion:

„Nun offenbart sich der rot-grüne Senat, in dem er ganz offen zugibt: Die Errichtung einer geschlossenen Unterbringung für delinquente Jugendliche ist nicht geplant. Wie aus einer Schriftlichen Kleinen Anfrage (Drs. 22/1203) der CDU-Fraktion hervorgeht.

In der letzten Wahlperiode klang das noch ganz anders. Da plante der Senat die Errichtung einer geschlossenen Unterbringung für jugendliche Intensivtäter, prüfte verschiedene Konzepte und war mit Bremen zur Schaffung einer gemeinsamen Einrichtung im Gespräch. Nach den jahrlangen Hinhalte-Formeln vom Senat ist nun aber klar, es wird keine Einrichtung geben. Doch an einer geschlossenen Unterbringung jugendlicher Intensivtäter führt zum Schutz der Bürger aus Sicht der CDU-Fraktion kein Weg vorbei. Eine Unterbringung dieser Art ist meist der letzte Ausweg für Jugendliche, um sie vor dem sicheren Gang in den Jugendknast zu bewahren.

Hamburg muss endlich wieder Verantwortung für Jugendliche, für die eine geschlossene Unterbringung benötigt wird, übernehmen. Daher fordern wir auch weiterhin eine eigene Hamburger Möglichkeit, diesen Jugendlichen in einer geschlossenen pädagogischen Unterbringung gerecht zu werden.“

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