Soll die Frohmestraße zur Einbahnstraße umgebaut werden? Und wenn ja, Einbahnstraße stadteinwärts oder stadtauswärts? Seit Monaten prüft die Behörde für Verkehr und Mobilitätswende (BVM) diese Optionen. Das bestätigt erneut meine aktuelle Schriftliche Kleine Anfrage „Frohmestraße in Schnelsen: Prüfung einer Einbahnstraßenregelung – wie lautet der aktuelle Stand?“.
Wie schon im Februar 2026, ist der Senat erneut nicht in der Lage, mitzuteilen, wann diese Prüfung endlich abgeschlossen sein soll, auch nicht ungefähr.

Prüfungsergebnisse zeitnah erforderlich

Dabei ist es dringend erforderlich, dass die Verkehrsbehörde in absehbarer Zeit zu einem Ergebnis kommt. Seit gut sieben Jahren laufen die Planungen für den Umbau (https://t1p.de/3duwn) der Frohmestraße in Schnelsen, die als zentrales Geschäfts- und Begegnungszentrum das Herzstück des Stadtteils zwischen der Wählingsallee und der Oldesloer Straße bildet. Trotz der langjährigen Planungen und zahlreichen Beteiligungsformate für Bürgerinnen und Bürger ist der Umbau der Frohmestraße trotz der RISE-Fördergelder seit 2024 quasi zum Erliegen gekommen.
Die Gründe, warum seit zwei Jahres nichts passiert, können Sie hier lesen.

Erneuter Vorstoß der Bezirkspolitik

Im Dezember 2025 unternahm die Eimsbütteler Bezirkspolitik einen erneuten Anlauf in Richtung Lösung und der Antrag „Umbau Frohmestraße – das Vorhaben endlich voranbringen“ wurde mit Unterstützung der Eimsbütteler CDU-Fraktion mehrheitlich angenommen.

Wer prüft?

Im Februar 2026 forderte ich mit meiner Schriftlichen Kleinen Anfrage den Senat auf, zu diesem Dezember-Antrag aus der Eimsbütteler Bezirkspolitik Stellung zu beziehen. Und siehe da: Wurde noch im Jahr 2024 die Option bzw. die Prüfung einer Einbahnstraßenregelung vom rot-grünen Senat abgelehnt, hatte die Verkehrsbehörde Anfang des Jahres offenbar diese Prüfung eingeleitet.
Die Verkehrsbehörde sei im Rahmen dieser Prüfung „insbesondere mit der HOCHBAHN, der VHH, der Hamburger Verkehrsverbund GmbH und der Behörde für Inneres und Sport im Austausch“, so die damalige Senatsantwort.
Das ist zwar ein erster Schritt in die richtige Richtung: Doch erneut ist die Eimsbütteler Bezirkspolitik ausgeschlossen.

Aktueller Stand?

Da die Verkehrsbehörde nun schon seit Monaten prüft, habe ich im Mai 2026 den Senat aufgefordert, den aktuellen Stand mitzuteilen. Rot-Grün prüft immer noch und kann auch nach mehrere Monaten Prüfzeit und erneuter Nachfrage von mir „keine gesicherte Auskunft zum Zeitpunkt des Abschlusses der Prüfung“ geben.
Besonders frustrierend ist aus meiner Sicht, dass die Eimsbütteler Bezirkspolitik an diesem „umfangreichen Prüfprozess“ wieder nicht beteiligt ist. Zwar würden laut dem Senat „Abstimmungen mit dem Bezirksamt und der Bezirkspolitik“ erfolgen. In welchem Umfang und wann das passieren soll, beantwortet Rot-Grün nicht.

Mehr Beteiligung gefordert

Das bestätigt auch Andreas Stonus, Eimsbütteler CDU-Bezirksabgeordneter und Regionalsprecher für Lokstedt, Niendorf, Schnelsen: „Im Regionalausschuss Lokstedt, Niendorf, Schnelsen und auch in der Bezirksversammlung haben wir Bezirksabgeordneten bislang keine offiziellen Informationen oder einen Zwischenstand im Rahmen der von uns geforderten Einbahnstraßen-Prüfung erhalten.“
Und weiter: „Ich befürchte, dass wir Bezirksabgeordnete wie schon vor zwei Jahren nur über das Ergebnis der Prüfung informiert werden. Somit können wir unsere Expertise als Regionalpolitiker, die vor Ort mit den Bürgern und Gewerbetreibenden im Austausch sind, erneut nicht einbringen“, so Andreas Stonus.

RISE-Gelder: Die Zeit drängt

Dabei drängt die Zeit, denn die RISE-Gelder für das Fördergebiet Schnelsen laufen Ende Dezember 2028 aus. Das bestätigt meine aktuelle Senatsanfrage. Und für den verbleibenden Zeitraum 2026 bis 2028 sind das immerhin Fördermittel in Höhe von derzeit rund 1.796.000 Euro, so der Senat. Zwar soll das zuständige Bezirksamt Eimsbüttel Endes des Jahres einen Zwischenbilanzierung vornehmen, damit laut Senat „über eine mögliche Verlängerung der Laufzeit“ entschieden werde könne.
Doch es ist im Sinne der Menschen vor Ort und der Gewerbetreibenden höchste Eisenbahn, dass die zuständigen Fachbehörde, das Bezirksamt Eimsbüttel und die Eimsbütteler Bezirksfraktionen gemeinsam an einem Strang ziehen und eine umsetzbare Lösung für die Einkaufsmeile Frohmestraße erarbeiten. Ich halte Sie auf dem Laufenden.