Seit Jahren 2019 laufen die Planungen für den Umbau der Frohmestraße in Schnelsen, begleitet von zahlreichen Beteiligungsformaten mit Bürgern. Das ein Umbau und eine Neuordnung der Verkehre inklusive der sieben Buslinien, die durch die enge Frohmestraße fahren, dringend notwendig ist, haben die vielen öffentlichen Diskussions- und Mitmachformate eindrücklich belegt. Doch bislang kommen das Bezirksamt Eimsbüttel und die Bezirkspolitik Eimsbüttel nicht auf einen Nenner.
2 statt 14 Verkehrsvarianten
Der Grund: Das Bezirksamt hatte im März 2024 von 14 Verkehrsvarianten nur 2 Varianten (Tempo 20, Radverkehr auf der Straße, keine Ampeln, Parkplätze von 72 auf 43 reduziert oder Tempo 30, Fahrradschutzstreifen, Parkplätze von 72 auf 19 gesenkt) bei einer öffentlichen Veranstaltung vorgestellt.
Es gab nur die Möglichkeit, per Ball für Variante 1 oder 2 zu stimmen. Die Möglichkeit, beide Varianten abzulehnen, war nicht eingeplant. Zudem wurden beide Varianten nur vom Bezirksamt, der Verkehrsdirektion und der Polizei, aber ohne Beteiligung der Eimsbütteler Bezirkspolitiker und den Gewerbetreibenden in der Frohmestraße geplant. Die von vielen Bürgern, Händlern vor Ort und auch von Bezirkspolitikern eingebrachte Option einer Einbahnstraße wurde damit ausgeschlossen.
Öffentliche Anhörung ohne Kompromiss
Auch aus diesem Grund beantragte die Eimsbütteler Bezirksversammlung eine öffentliche Anhörung zur geplanten Umgestaltung der Frohmestraße. Diese sehr gut besuchte Anhörung fand im Mai 2024 statt. Trotz einer langen und kontroversen Diskussion zwischen Vertretern aus Verwaltung, Polizei, Hamburger Hochbahn sowie Bezirkspolitikern, Bürgern und Gewerbetreibenden wurde keine Kompromiss-Lösung gefunden. Der gemeinsame Antrag der Eimsbütteler Bezirksfraktionen von CDU, SPD und FDP, die Einrichtung der „Varianten echte und unechte Einbahnstraße zu prüfen“ fand im September 2024 in der Bezirksversammlung keine Mehrheit. Die Folge: Bis heute quälen sich die 7 Buslinien, Autos, Gewerbeverkehr und Radfahrer durch die enge Frohmestraße und auch für die Fußgänger ist von Aufenthaltsqualität nichts zu spüren.
Bezirkspolitik startet neuen Versuch
Im Dezember 2025 unternahm die Eimsbütteler Bezirkspolitik einen erneuten Anlauf in Richtung Lösung und der Antrag „Umbau Frohmestraße – das Vorhaben endlich voranbringen“ wurde mit Unterstützung der Eimsbütteler CDU-Fraktion mehrheitlich angenommen. Die Bezirkspolitiker fordern die Verkehrsbehörde erneut auf, die Option Einbahnstraße zu prüfen und die Ergebnisse im Regionalausschuss vorzustellen. Zudem soll das Bezirksamt die Beschlussfassung der Bezirksversammlung abwarten. Bislang haben das Bezirksamt, die Verkehrsbehörde, die Hamburger Hochbahn und die Polizei diese Variante abgelehnt.
Meine Anfrage bestätigt Prüfung
In meiner aktuellsten Anfrage zum Thema Umbau Frohmestraße teilt der rot-grüne Senat jetzt mit: „Die Behörde für Verkehr und Mobilitätswende hat die Prüfung einer Einbahnstraßenregelung in der Frohmestraße eingeleitet und ist insbesondere mit der HOCHBAHN, der VHH, der Hamburger Verkehrsverbund GmbH und der Behörde für Inneres und Sport im Austausch.“
Wann dieses Prüfverfahren abgeschlossen sein soll, hat der zwar Senat nicht beantwortet, doch zumindest scheint eine 3. Variante möglich.
Ich hoffe sehr, dass die zuständigen Behörden und die Bezirkspolitik nach so vielen Jahren einen Kompromiss finden und der Umbau der Frohmestraße endlich umgesetzt wird. Ich halte Sie auf dem Laufenden.
